Retro 2020 – Forecast 2021

In den letzten Wochen des alten Jahres durfte ich mit einem Kollegen zusammen Retrospektiven mit Lego durchführen bei verschiedenen Teams. Grund genug für mich, selber zurück und vorwärts zu blicken.

Bei den Workshops ging es in zwei Runden darum, zurück zu schauen auf das Jahr 2020: Was ist mir besonders in Erinnerung geblieben? Das meist genannte Stichwort war bestimmt Corona. Aber gleichzeitig durften wir beobachten, dass trotz vielen negativen Gefühlen und Erlebnissen auch positive Erfahrungen immer präsent waren. Viele Menschen haben wieder mehr Natur entdeckt, beim Wandern oder Gärtnern. Sie haben neue Hobbies gefunden beim Backen und Kochen, beim Lesen, beim Spielen. Und sie haben zwischenmenschliche Beziehungen wieder mehr schätzen gelernt.

Meine Beobachtung im weiteren Rahmen ist, dass zwar viele Unternehmen – besonders auch KMUs – im Moment sehr vorsichtig sind mit Investitionen und kreativen Zukunftsfantasien. Aber grundsätzlich haben in diesem Corona-Jahr alle begriffen, wie wichtig Kommunikation ist, auch und gerade mit mehr Selbstorganisation (z.B. im Homeoffice, z.B. in verteilten Teams). Es hat sich wieder einmal sehr deutlich gezeigt, dass die totale Kontrolle eine Illusion ist und dass alle Mitarbeitenden befähigt werden müssen zu entscheiden, Verantwortung zu übernehmen, zu reflektieren und zu kommentieren.

Positiv beeindruckt war ich immer wieder, wie gut wir sind, im Kommunzieren und Adaptieren: Wer hätte vor einem Jahr geglaubt, dass wir so schnell so viel online machen können? Egal ob Unterricht, Networking oder der Austausch über komplexe Themen: Wir haben es geschafft, uns an die neuen Gegebenheiten anzupassen und uns mit online zu arrangieren. Klar: Face-to-face ist immer noch besser, weil wir mehr von der Kommunikation, von der Situation, von unseren Mitmenschen mitbekommen. Aber wenn es sein muss, dann können wir auch anders. Und in Zukunft wird die Herausforderung darin bestehen, unser nun breiteres Repertoir noch gezielter und gewinnbringender einzusetzen. Welche Form der Kommunikation / Interaktion schafft wann und wie am meisten Wert?

Und wie sieht es jetzt mit meiner Retro aus?

Das Wetter 2020 und die Vorhersage für 2021…

Ich hatte im Rückblick auch mehr gute als schlechte Zeiten – es mag zwar sein, dass die Unsicherheit und die Einschränkungen mich und meine Entscheidungen stark beeinflusst haben. Aber mehrheitlich habe ich eine positive Stimmung abgespeichert: Sonnenschein und Wolken, die die Hitze dämpfen und tolle Lichtspiele zu Tage bringen.

Was nehme ich mit ins 2021, was möchte ich weitertreiben, fördern, feiern? Ich habe mir ein paar Projekte zurechtgelegt, die ich für besonders wertvoll erachte:

  • Menschen unterstützen in ihrer Kommunikation, mit Tools, Feedback, Austausch. Dazu gehören insbesondere Themen wie Emotionen am Arbeitsplatz, Reflexion und Selbstreflexion. Wie schaffen wir es eigentlich – als Menschen – uns zu verändern, uns zu verbessern? (Hier gibt es erste Inputs.)
  • Menschen dazu befähigen, Entscheide zu fällen, sich dabei wohl zu fühlen und gerne Verantwortung zu übernehmen. Wie können wir besser entscheiden und wie können wir Entscheidungen von anderen mitgetragen? (Hier gibt es mehr Informationen dazu.)
  • Menschen dabei begleiten, Spass zu haben und zufrieden zu sein bei ihrer Arbeit. Arbeit ist mehr als das halbe Leben. Und wenn wir zufrieden bei der Arbeit sind, leisten wir nicht nur einen nachhaltigen Beitrag an die Welt, wir können diese Zufriedenheit auch mitnehmen nach Hause, in unser Wohnzimmer, in unsere Küche, auf unsere Wanderungen. (Das ist übrigens auch aus der Perspektive des Unternehmens interessant… Hier gibt es mehr Informationen dazu.)

Kommunikation in herausfordernden Situationen

[English below] Es gibt eine ganze Menge Situationen und Konstellationen, die uns in unserer täglichen Kommunikation herausfordern. Insbesondere im beruflichen Kontext tuen sich viele schwer damit: Wir wollen nichts falsch machen und gleichzeitig wollen wir auch unsere Ziele erreichen.

Insbesondere breitet der Umgang mit Emotionen vielen grosse Schwierigkeiten. Das hat auch damit zutun, dass bei uns Gefühle nicht an den Arbeitsplatz gehören. Aber können wir sie denn überhaupt ausschliessen? Wir sind Menschen und Menschen haben Emotionen! Wie also können wir besser mit Emotionen umgehen – mit unseren eigenen und mit denen der anderen? Wie können wir die Menschen wertschätzen?

Wie können wir höflich sein und doch auch mal “Nein” sagen? Was hat Interkulturalität mit Höflichkeit zu tun? Und wie spielt hier unser eigenes Selbstbewusstsein, unser Vertrauen und generelle Unsicherheit hinein?

Hast du Lust, dich mit solchen Fragen auseinanderzusetzen, Tipps und Tricks zu lernen und dich mit anderen darüber auszutauschen?

In English..

Since a lot of people asked, we are doing the workshop now in English, too. It is about challenges in communication and we will focus especially on the matter of emotions. In the workshop we will show you some techniques to deal with emotions in everyday working situations to get to better collaboration with others. Want to join us on March 5th, 12.00 to 13.30? We are glad to offer it again fro free, donations are welcome!

Kommunikations-Quartett

Kommunikations-Quartett

Ein weiteres Spiel in meiner Reihe von agilen Spielen: Das Kommunikations-Quartett. Es eignet sich besonders, Kommunikations-Instrumente im agilen Kontext zu reflektieren. Dazu lässt es sich beispielsweise in Retrospektiven einsetzen

Wie beim herkömmlichen Quartett geht es auch hier darum, möglichst viele Vierer-Gruppen von Karten abzulegen. Die Gruppen stellen dabei Kommunikationssituation aus dem agilen Kontext dar und die einzelnen Karten beinhalten Kommunikationsinstrumente, die in diesen Situationen besonders gut eingesetzt werden können.

Gespielt wird mit vier Personen (notfalls auch mit drei oder mit fünf). Die Karten werden gemischt und gleichmässig verteilt (bei drei und fünf Personen erhalten nicht alle Mitspielenden genau gleich viele Karten).

Als erstes prüfen die Teilnehmenden nun, ob sie bereits über ein vollständiges Quartett verfügen (vier Karten mit dem gleichen Symbol oben rechts). Sie legen diese Karten raus und beschreiben kurz, was ihnen gemeinsam ist und wie die Instrumente funktionieren. Gemeinsam tauscht sich die Gruppe darüber aus, welche Instrumente sie regelmässig selber anwendet und wie zufrieden sie damit ist.

Dann startet das eigentliche Spiel: Jemand beginnt und nimmt sich aus den verdeckten Karten einer anderen Person eine Karte. Ergibt sich ein Quartett, darf dieses sogleich abgelegt werden (auch hier folgt wiederum die Refelxion zu den Kommunikationsinstrumenten). Dann kommt die nächste Person zum Zug.

Alternativ darf man bei einer Person auch eine bestimmte Karte erfragen (z.B. “Hast du eine Karte aus der Gruppe der Konflikte?”). Verfügt die gefragte Person über eine solche Karte, muss sie diese abgeben. Hat sie keine, darf sie selber weiterfahren. Gewonnen hat, wer als erstes keine Karten mehr hat.

Spielvariante “Finde den Scrum Master”

Das Spielset verfügt über eine zusätzliche, einzelne Karte, die Scrum-Master-Karte. Diese kann ebenfalls unter die Karten gemischt werden.
Gewonnen hat bei dieser Variante, wer am Ende die Scrum-Master-Karte in der Hand hält.

Spielvariante “Stechen”

Ist man nur zu zweit, eignet sich mit denselben Karten eher das “Stechen”. Hier werden die Zahlen oben links auf den Karten wichtig. Es handelt sich dabei um das Kommunikationspotential: Wie stark ist das Kommunikationsinstrument, wenn es um Transparenz, Reflexion, Beeinflussung der Gruppendynamik oder um Konflikte geht? Möglich sind jeweils Werte zwischen 0 und 4.

Die Karten werden gemischt und alle Teilnehmenden erhalten einen gleichgrossen, verdeckten Stapel. Sie schauen sich jeweils die oberste Karte im Stapel an, ohne sie den anderen zu zeigen. Und sie überlegen sich, wo ihr Kommunikationsinstrument wohl eine besondere Stärke hat. Damit fordern sie die anderen heraus: “Mein Instrument ist besonders geeignet, um mit Konflikten umzugehen. Es hat den Wert 3”. Wer die Karte mit dem höchsten Wert hat, darf die andere(n) Karte einsammeln.

Die gewonnenen Karten legt man vor sich ab. Wenn der verdeckte Stapel leer ist, mischt man alle seinen gewonnenen Karten und beginnt von vorne (das passiert nach der ersten Runde meist nicht mehr bei allen gleichzeitig – jeder mischt dann, wenn sein eigener Stapel fertig gespielt ist). Wer am Ende keine Karten mehr hat, hat verloren.

Anleitung als PDF

Kartensatz als PDF zum Ausdrucken auf A4-Papier

Kommunikations-Domino

Dominokarten mit kommunikativen Herausforderungen und Lösungsoptionen

Schon vor einer Weile habe ich in einem englischen Beitrag mein Kommunikations-Domino beschrieben. Hier findet sich nun eine Anleitung auf Deutsch und der Kartensatz zum Download.

Wenn wir spielen, lösen wir uns meist etwas leichter von der formellen Situation und können offener über schwierige Themen reflektieren. Aus diesem Grund habe ich ein Kommunikations-Domino gebastelt. Ziel: sich mit Herausforderungen in der Kommunikation auseinandersetzen, nach möglichen Lösungsstrategien suchen und diese mit anderen diskutieren.

Statt Felder mit einer unterschiedlichen Anzahl von Punkten finden sich auf diesen Domino-Karten kommunikative Herausforderungen (?) und mögliche Lösungen (>). Es gibt dabei keine richtigen und falschen Kombinationen, sondern mehr oder weniger angemessene.

Es geht darum, Lösungsansätze zu reflektieren und zu challengen: Was könnten mögliche Reaktionen sein? Was könnten meine Lösungen bei anderen auslösen? Die Spielerinnen und Spieler sollen sich gegenseitig Beispiele aus ihrem Alltag erzählen und reflektieren, was gut funktionieren kann.

Das Spiel kann auch hilfreich sein, wenn ein eingespieltes Team immer wieder an denselben Punkten steht und die zwischenmenschliche Kommunikation Spannung verursacht. Gemeinsam kann die Gruppe verschiedene Lösungen und ihre Wirkung erforschen.

Anleitung als PDF

Kartensatz als PDF zum Ausdrucken auf A4-Papier (3x drucken und ausschneiden)

How to measure value

scale

The economic struggle makes Scrum at Scale into a money-factor. While doing projects you have to consider what features actually have business value. But value isn’t only a questions of making money. There are other factors that are linked indirectly to money. Or that are even not at all connected to it.
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