Ostereiersuche

agile Spiele: Ostereiersuche Schiffe versenken

Wie wärs, wenn wir zu Ostern mal wieder ein altes Spiel aus unserer Kindheit hervorkramen? Diese Ostereiersuche ist völlig gewichtsneutral…

  1. Druckt euch die Vorlage aus oder zeichnet euch selber zwei Spielfelder auf. Die Grösse der Felder könnt ihr variieren: Je grösser das Feld, desto länger dauert das Spiel.
  2. Nummeriert die eine Seite des Feldes mit Zahlen, die andere mit Buchstaben. Damit ist jedes Feld eindeutig mit einem Zahlen-Buchstaben-Code versehen (z.B. A1, D5, G7 usw.).
  3. Legt als nächstes fest, wie viele Eier ihr verstecken wollt und wie gross diese sind. Beide Parteien verstecken gleich viele Eier auf dem Spielplan.
    • Beispiel: 4×1 Feld + 3×2 Felder + 2×3 Felder + 1×4 Felder. Die Eier dürfen sich gegenseitig nicht berühren, auch nicht übers Eck. Die Felder eines Eis müssen auf einer Linie gerade angeordnet sein. Ihr dürft die Eier aber direkt am Rand des Spielfelds verstecken.
    • Hier gilt: Je voller das Spielfeld, desto kürzer die Spieldauer.
  4. Jedes Team versteckt nun auf dem ersten Plan seine Ostereier. Tut dies geheim, die anderen sollen nicht wissen, wo ihr eure Verstecke ausgesucht habt.
  5. 1. Runde: Beratet im Team, nach welchem Muster ihr im Folgenden die Eier des anderen Teams finden wollt. Erstellt dazu eine Liste mit den Feldern, die ihr der Reihe nach absucht (z.B. G3, A1, C4, …).
  6. Wenn beide Teams bereit sind, startet ihr: Das erste Team gibt den ersten Tipp ab. Das zweite Team gibt bekannt, ob sich auf dem entsprechenden Feld ein Ei befindet. Dann gibt es im Gegenzug seinen ersten Tipp ab. Gewonnen hat das Team, dass als erstes alle Eier des anderen Teams gefunden hat.
  7. 2. Runde: Versteckt auf einem neuen Plan wieder eure Ostereier. Dieses Mal macht ihr nun keinen Plan für die Suche, sondern entscheidet spontan, wo ihr jeweils als nächstes suchen wollt. Es gewinnt wiederum das Team, das als erstes alle Ostereier des anderen Teams gefunden hat.

Ihr könnt euch denken, dass die erste Runde recht frustrierend sein wird. Die zweite Runde werdet ihr viel schneller durchlaufen können. Die beiden Runden veranschaulichen, wieso es Sinn machen kann, iterativ zu arbeiten, d.h. nicht von anfang an in einem Plan alle Schritte festzuhalten, sondern spontan auf den Kontext zu reagieren.

Kommunikations-Quartett

Kommunikations-Quartett

Ein weiteres Spiel in meiner Reihe von agilen Spielen: Das Kommunikations-Quartett. Es eignet sich besonders, Kommunikations-Instrumente im agilen Kontext zu reflektieren. Dazu lässt es sich beispielsweise in Retrospektiven einsetzen

Wie beim herkömmlichen Quartett geht es auch hier darum, möglichst viele Vierer-Gruppen von Karten abzulegen. Die Gruppen stellen dabei Kommunikationssituation aus dem agilen Kontext dar und die einzelnen Karten beinhalten Kommunikationsinstrumente, die in diesen Situationen besonders gut eingesetzt werden können.

Gespielt wird mit vier Personen (notfalls auch mit drei oder mit fünf). Die Karten werden gemischt und gleichmässig verteilt (bei drei und fünf Personen erhalten nicht alle Mitspielenden genau gleich viele Karten).

Als erstes prüfen die Teilnehmenden nun, ob sie bereits über ein vollständiges Quartett verfügen (vier Karten mit dem gleichen Symbol oben rechts). Sie legen diese Karten raus und beschreiben kurz, was ihnen gemeinsam ist und wie die Instrumente funktionieren. Gemeinsam tauscht sich die Gruppe darüber aus, welche Instrumente sie regelmässig selber anwendet und wie zufrieden sie damit ist.

Dann startet das eigentliche Spiel: Jemand beginnt und nimmt sich aus den verdeckten Karten einer anderen Person eine Karte. Ergibt sich ein Quartett, darf dieses sogleich abgelegt werden (auch hier folgt wiederum die Refelxion zu den Kommunikationsinstrumenten). Dann kommt die nächste Person zum Zug.

Alternativ darf man bei einer Person auch eine bestimmte Karte erfragen (z.B. “Hast du eine Karte aus der Gruppe der Konflikte?”). Verfügt die gefragte Person über eine solche Karte, muss sie diese abgeben. Hat sie keine, darf sie selber weiterfahren. Gewonnen hat, wer als erstes keine Karten mehr hat.

Spielvariante “Finde den Scrum Master”

Das Spielset verfügt über eine zusätzliche, einzelne Karte, die Scrum-Master-Karte. Diese kann ebenfalls unter die Karten gemischt werden.
Gewonnen hat bei dieser Variante, wer am Ende die Scrum-Master-Karte in der Hand hält.

Spielvariante “Stechen”

Ist man nur zu zweit, eignet sich mit denselben Karten eher das “Stechen”. Hier werden die Zahlen oben links auf den Karten wichtig. Es handelt sich dabei um das Kommunikationspotential: Wie stark ist das Kommunikationsinstrument, wenn es um Transparenz, Reflexion, Beeinflussung der Gruppendynamik oder um Konflikte geht? Möglich sind jeweils Werte zwischen 0 und 4.

Die Karten werden gemischt und alle Teilnehmenden erhalten einen gleichgrossen, verdeckten Stapel. Sie schauen sich jeweils die oberste Karte im Stapel an, ohne sie den anderen zu zeigen. Und sie überlegen sich, wo ihr Kommunikationsinstrument wohl eine besondere Stärke hat. Damit fordern sie die anderen heraus: “Mein Instrument ist besonders geeignet, um mit Konflikten umzugehen. Es hat den Wert 3”. Wer die Karte mit dem höchsten Wert hat, darf die andere(n) Karte einsammeln.

Die gewonnenen Karten legt man vor sich ab. Wenn der verdeckte Stapel leer ist, mischt man alle seinen gewonnenen Karten und beginnt von vorne (das passiert nach der ersten Runde meist nicht mehr bei allen gleichzeitig – jeder mischt dann, wenn sein eigener Stapel fertig gespielt ist). Wer am Ende keine Karten mehr hat, hat verloren.

Anleitung als PDF

Kartensatz als PDF zum Ausdrucken auf A4-Papier